Allgemeines Steueraufkommen
Einkommen, Unternehmensgewinne, Kapitalerträge, Konsum und weitere allgemeine Einnahmen tragen gemeinsam die staatlichen Aufgaben.
GEDANKENEXPERIMENT · 06/10
Wenn der Staat Versorgungsbereitschaft und sozialen AKV-Ausgleich übernimmt, braucht er dafür keine einzelne neue „Gesundheitssteuer“. Im Gedankenexperiment prüfen wir eine breitere wirtschaftliche Basis.
DREI EBENEN
Einkommen, Unternehmensgewinne, Kapitalerträge, Konsum und weitere allgemeine Einnahmen tragen gemeinsam die staatlichen Aufgaben.
Tabak, Alkohol und Glücksspiel können beitragen. Sie dürfen aber keine unverzichtbare Finanzierungssäule werden.
Was der Staat heute bereits für Gesundheit finanziert, wird in die neue Architektur überführt – nicht als zusätzliches Geld verbucht.
WARUM SO BREIT?
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit besteht nicht nur aus Arbeitslohn.
Wer Einkommen aus Arbeit, Unternehmertätigkeit, Kapital oder anderen Quellen erzielt, beteiligt sich über das allgemeine Steuersystem an den staatlichen Aufgaben.
Der wegfallende lohnbezogene Finanzierungsanteil darf nicht durch die Hintertür überwiegend über neue Belastungen auf Erwerbsarbeit zurückkehren.
Wenn weniger geraucht, getrunken oder gespielt wird, sinken entsprechende Steuereinnahmen. Das wäre erwünscht – und darf die Gesundheitsversorgung nicht gefährden.
WAS NOCH NICHT BEWIESEN IST
Gesundheit konkurriert im Staatshaushalt mit Bildung, Infrastruktur, sozialer Sicherung, Verteidigung und anderen Aufgaben. Deshalb behauptet dieses Gedankenexperiment nicht, die Finanzierung sei bereits gesichert. Es prüft zunächst, ob die Geldwege grundsätzlich anders geordnet werden können.
WAS WIR DARAUS MITNEHMEN
Keine einzelne Steuer soll das Modell tragen. Je breiter die wirtschaftliche Basis, desto weniger hängt Gesundheitsfinanzierung allein am Arbeitsplatz.