SYSTEMATLAS · GESUNDHEIT · DIGITALISIERUNG
ePA · SYSTEMISCH
Löst die ePA das Problem, für das sie geschaffen wurde?
Hier betrachten wir nicht einzelne Funktionen, sondern das System: Problem, Ziel, Wirkung, Alternativen und die Frage, was wir mit dem Wissen von heute anders denken würden.
Das Ausgangsproblem ist real: Gesundheitsinformationen liegen an vielen Stellen und können beim Wechsel zwischen Praxen, Kliniken und anderen Einrichtungen fehlen oder verspätet ankommen. Digitalisierung war deshalb notwendig. Die entscheidende Systemfrage lautet aber, ob die heutige ePA-Architektur das Problem bereits bestmöglich löst.
Was wäre, wenn wir 2026 noch einmal bei null anfangen könnten?
Dann würden wir nicht zuerst fragen, wie eine Patientenakte aussehen soll. Wir würden fragen, wie eine medizinisch relevante Information zuverlässig mit dem Patienten durch das Gesundheitssystem wandert.
Behandler tauschen relevante Informationen direkt aus.
Ein patientenbezogener Informationsraum führt Daten zusätzlich zusammen.
Der Patient erhält und verwaltet seine Gesundheitsinformationen selbst.
Der Befund folgt automatisch dem Behandlungsweg und geht gleichzeitig an den Patienten.
Vorläufige Zwischenbilanz
NOCH NICHT ZU ENDE GELERNT
Die Wirkungsprüfung läuft weiter.
Das Forschungsprojekt ePA4all untersucht über mehrere Jahre die Nutzung der ePA im Versorgungsalltag, Hürden und Erfolgsfaktoren. Neue belastbare Ergebnisse gehören deshalb später wieder in diese Perspektive.
WEITERGEDACHT
Die Geschichte hinter der ePA
Wie wurde aus einem nachvollziehbaren Problem eine über Jahrzehnte entwickelte digitale Infrastruktur – und was lässt sich daraus lernen?