SYSTEMATLAS · GESUNDHEIT · DIGITALISIERUNG
ePA · FINANZIELL
Was kostet die ePA – wer bezahlt – und was bringt sie?
Kosten und Nutzen gehören in dieselbe Betrachtung. Dabei müssen ePA, TI und gematik sauber auseinandergehalten werden.
Kosten kennen ist nicht dasselbe wie Kosten-Nutzen kennen.
Die ePA gehört zu einer größeren digitalen Infrastruktur. Deshalb müssen ePA, Telematikinfrastruktur und gematik finanziell sauber auseinandergehalten werden. Eine große Gesamtsumme wäre zwar eingängig – aber methodisch falsch.
Wer bezahlt?
Wesentliche Kosten der ePA und ihrer Infrastruktur werden im System der gesetzlichen Krankenversicherung getragen. Obwohl der Bund 51 % der gematik hält, wird die Gesellschaft nach eigenen Angaben zu 93 % vom GKV-Spitzenverband und zu 7 % vom PKV-Verband finanziert.
Was lässt sich tatsächlich nachvollziehen?
ausgewiesene Ausgaben für die elektronische Patientenakte.
ausgewiesene Ausgaben für die elektronische Patientenakte.
Zusammen rund 473 Mio. € in zwei Jahren – auf diesem einen ePA-Ausgabenkonto.
Eine lange Entwicklung
Historische Beträge haben unterschiedliche Abgrenzungen. Sie dürfen deshalb nicht einfach addiert und anschließend als „Kosten der ePA“ bezeichnet werden.
Und was sollte eingespart werden?
Zu den frühen Nutzenargumenten gehörte die Vermeidung unnötiger Doppeluntersuchungen. Unsere historische Prüfung zeigt: Die Wirklogik ist plausibel, der konkrete deutsche Einsparbeitrag wurde aber weder damals noch heute belastbar quantifiziert. Deutlichere Nutzenhinweise gibt es inzwischen bei Informationsverfügbarkeit und Medikationssicherheit.