Verteilte Gesundheitsinformationen erzeugen Informationsbrüche.
SYSTEMATLAS · GESUNDHEIT · DIGITALISIERUNG
06 · ePA INFORMATIONSWEG
Was lässt sich heute sagen?
Eine Zwischenbilanz: Was war richtig, was ist belegt, was bleibt offen – und was muss weiter beobachtet werden.
War die ePA die richtige Antwort?
Das Problem lässt sich in einem komplexen Gesundheitssystem nicht dauerhaft mit Papier, Fax und isolierten Akten lösen.
Eine patientenbezogene, einrichtungsübergreifende Akte hat klare strukturelle Vorteile.
Besonders Informationsverfügbarkeit und Medikationsinformationen zeigen Nutzen; andere Ziele sind noch nicht ausreichend quantifiziert.
Eine belastbare Gesamtrechnung aus zurechenbaren Kosten und nachgewiesenen Einsparungen liegt bislang nicht vor.
Die heutige Architektur ist nicht die einzig denkbare Lösung für Informationskontinuität.
Die Entscheidung zur Digitalisierung des medizinischen Informationsflusses war nachvollziehbar und notwendig. Ob die heutige ePA dafür bereits die beste, einfachste und wirtschaftlichste Architektur darstellt, ist 2026 noch nicht abschließend belegt.
NOCH NICHT ZU ENDE GELERNT
Die Wirkungsprüfung läuft weiter.
Das Forschungsprojekt ePA4all untersucht über mehrere Jahre, wie die ePA im Versorgungsalltag genutzt wird, welche Hürden bestehen und welche Faktoren ihre erfolgreiche Anwendung fördern oder behindern. Neue belastbare Ergebnisse sollen in diese Systemprüfung einfließen.