SYSTEMATLAS · GESUNDHEIT

QUALITÄT IM GESUNDHEITSWESEN

Woran erkennen wir gute Versorgung?

Eine Behandlung kann erreichbar und bezahlbar sein. Aber woran erkennen wir, ob sie auch gut und sicher ist? Vier Fragen helfen, die Aufgaben und die Grenzen der Qualitätssicherung zu verstehen.

Was bedeutet Qualität in der Gesundheitsversorgung?

Qualität bedeutet mehr als eine erfolgreiche einzelne Behandlung. Dazu gehören eine fachlich geeignete Versorgung, möglichst sichere Abläufe und die Frage, ob eine Behandlung für die betroffene Person tatsächlich hilfreich ist. Auch verständliche Informationen, Beteiligung an Entscheidungen und ein verlässlicher Übergang zwischen Einrichtungen sind wichtig.

Wer legt Qualitätsstandards fest?

Gesetze geben den Rahmen vor. In der gesetzlichen Krankenversicherung legt insbesondere der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) verbindliche Anforderungen für viele Bereiche fest. Medizinische Fachgesellschaften entwickeln außerdem Leitlinien, die Fachwissen und wissenschaftliche Erkenntnisse für Behandlungsentscheidungen aufbereiten. Leitlinien und verbindliche Regeln sind nicht dasselbe.

Wer prüft, ob die Anforderungen eingehalten werden?

Das hängt vom Versorgungsbereich ab. Für verschiedene Qualitätssicherungsverfahren gibt der G-BA die Regeln vor. Das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) entwickelt und betreut im Auftrag des G-BA Verfahren zur Messung und Darstellung von Qualität. Weitere Prüfungen und Aufsichtsaufgaben liegen je nach Einrichtung und Fragestellung bei anderen zuständigen Stellen.

Wo finde ich als Patientin oder Patient Informationen?

Bei einer konkreten Behandlung lohnt es sich, nach Erfahrung, Behandlungsalternativen, möglichen Risiken und dem weiteren Ablauf zu fragen. Für Krankenhäuser gibt es öffentlich zugängliche Qualitätsinformationen, etwa im Bundes-Klinik-Atlas und in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser. Solche Angaben können die Orientierung erleichtern, ersetzen aber nicht das Gespräch über die eigene Situation.

Quellen und weiterführende Informationen

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